Computer-
tomographie (CT)

Die Computertomographie (CT) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, um Querschnittsbilder des menschlichen Körpers zu erzeugen. Dazu kreist eine Röntgenröhre mit einem gegenüberliegenden Detektorsystem um den Körper. Aus den im Detektor gemessenen Daten errechnet ein Computer überlagerungsfreie Schichtbilder. Mit der Computertomographie können zudem Volumendatensätze erzeugt werden, aus denen wiederum Schichtbilder in jeder beliebigen Orientierung rekonstruiert werden können. Der Computertomograph ist keine Röhre oder Tunnel, sondern ein ringförmiges Gerät, sodass hier, bis auf wenige Ausnahmen, auch Patienten mit Platzangst problemlos untersucht werden können.

Unsere Computertomographen

Mit dem Canon Aquilion Prime und Canon Aquilion Lightning stehen in unserer Praxis zwei moderne Computertomographen. Durch innovative Funktionen zur Dosiseinsparung wird sichergestellt, dass hochauflösende Bilder für die bestmögliche Diagnose bei möglichst geringer Patientendosis akquiriert werden.

FAQ

Die Computertomographie hat ein breites Einsatzspektrum und kommt in allen Körperregionen zur Anwendung. Innerhalb weniger Sekunden können große Körperabschnitte untersucht werden. In Notfallsituationen, z.B. bei schwerverletzten Unfallpatienten, kann schnell und präzise der ganze Körper untersucht werden. Lebensgefährliche Verletzungen der inneren Organe, Knochenbrüche oder Hirnblutungen, sind damit innerhalb weniger Minuten sicher zu diagnostizieren. Auch lassen sich kleine Körperregionen mit der Computertomographie gezielt untersuchen. Eine wichtige Rolle spielt das Verfahren auch in der onkologischen Diagnostik und Verlaufskontrolle, in der Schlaganfalldiagnostik sowie der Abklärung von Lungenerkrankungen.
Eine CT-Untersuchung ist komplett schmerzfrei. In den meisten Fällen liegen Sie in Rückenlage auf dem Untersuchungstisch, dieser bewegt sich während der Aufnahme durch die Öffnung des Computertomographen. Die gesamte Untersuchungszeit liegt, je nach Fragestellung, etwa zwischen 2 und 10 Minuten. Die reine Messzeit dauert dabei nur wenige Sekunden. Währenddessen sollten Sie möglichst ruhig liegen und eventuelle Atemkommandos genau befolgen, um bewegungsbedingte Bildartefakte zu vermeiden. Falls ein Kontrastmittel über die Vene gespritzt wird, kann es typischerweise zu einem Wärmegefühl kommen, manchmal wird auch ein metallischer Geschmack im Mund beschrieben. Beides ist unbedenklich und verschwindet nach kurzer Zeit von allein.
Untersuchungen der Nasennebenhöhlen, von Knochen oder von Gelenken werden in der Regel ohne Gabe von Kontrastmitteln gemacht. Hier brauchen Sie außer der vorherigen Terminabsprache keine weiteren Einzelheiten zu beachten.
Untersuchungen von Gefäßen, Kopf, Brustraum, Bauch oder Becken erfordern in der Regel eine intravenöse Kontrastmittelgabe. Sie sollten daher 3 Std. vor der Untersuchung nüchtern bleiben und beim Hausarzt die aktuellen Nierenwerte erfragen oder im Vorfeld der Untersuchung bestimmen lassen.
Werden die Bauchorgane untersucht ist es zudem hilfreich vor der Untersuchung ein Kontrastmittel zu trinken, um so den Darm und angrenzende Strukturen besser beurteilen zu können.
Je nach Fragestellung wird zur Kontrastierung von Gefäßen und Organen ein intravenöses Kontrastmittel über eine Armvene injiziert. Es handelt sich um jodhaltige Kontrastmittel, die in der Regel sehr gut vertragen werden. In seltenen Fällen können allergische Reaktionen wie z.B. Hautrötung, Juckreiz oder Übelkeit auftreten, diese sind oft von allein rückläufig. Ernste allergische Komplikationen sind äußerst selten, für einen solchen Fall ist durch den Radiologen/-in vor Ort und die Kooperation mit dem hiesigen Krankenhaus eine sofortige Notfallbehandlung gewährleistet. Besteht eine eingeschränkte Nierenfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion ist eine Kontrastmittelgabe nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen möglich. Die häufigere Schilddrüsenunterfunktion ist dagegen unbedenklich.
Erfolgt die Untersuchung ohne intravenöses Kontrastmittel müssen Sie nichts weiter beachten. Ist eine Kontrastmittelgabe notwendig, sollten Sie dieses Medikament 2 Tage vor der Untersuchung absetzen und dürfen es auch erst 2 Tage nach der Untersuchung wieder einnehmen, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Dieses Vorgehen ist allerdings unbedingt zuvor mit Ihrer behandelnden Ärztin / Ihrem behandelnden Arzt im Einzelfall abzustimmen.